Eisenhower-Prinzip – Erfolgsmethode für Studenten

Bei einer Vielzahl von im Studium zu erledigenden Arbeiten orientiert sich der Studierende nicht an der Wichtigkeit einer Aufgabe, sondern an seinen Vorlieben – man scheut z.B. das Unbekannte und Unangenehme. Kurz: Das Wichtigste wird nicht zuerst erledigt. Das Eisenhower-Prinzip oder auch Eisenhower-Regel respektive -Methode setzt diese Thematik in das Zentrum ihrer Analyse. Sie geht historisch auf den 34. Präsidenten der Vereinigten Staaten (Dwight D. Eisenhower) zurück, der dieser Methode ihren Namen gab. Der Geschichte nach soll der Präsident seine täglichen Aufgaben schlicht nach einem bestimmten Schema geordnet und abgearbeitet haben: Bei dieser einfachen Methode werden anstehende Aufgaben in Kategorien (A-, B-, C-, D-Kategorie) verteilt, um sich den relevanten Aufgaben zuerst zu widmen und unbedeutende Aspekte auszusortieren.

A-Aufgaben

Sie sind bedeutend und schnellstmöglich zu erledigen. Es kann sich um einen wichtigen Prüfungstipp handeln, den man kurz vor Prüfungsstart erhalten hat, oder um eine Stellenanzeige für ein Praktikum, das ganz interessant wäre und eine Bewerbung lohnt. Ein Leistungstief oder eine andere Krise würde auch in diesem Sektor liegen. Leider fallen im Studienleben immer wieder viele A-Aufgaben an. Und das Schlimme ist, sie sind meist absolut vermeidbar, weil es sich um Aufgaben handelt, die vormals nur wichtig, aber noch nicht dringend waren. Den Status der A-Aufgabe erlangten die Aufgaben erst, weil sie auf die lange Bank geschoben wurden. Aus dem Grund müssen Studierende von einer Problemlösung zur anderen hetzen. Um der selbst auferlegten Not dann zu entkommen, müssen teils kurzfristige und schmerzhafte Lösungsansätze her.

B-Aufgaben

Sie sind wichtig, aber nicht dringend. Sie müssen sauber notiert und am besten auf einer Liste nach Daten sortiert werden. Sie dürfen auf gar keinen Fall vergessen werden, wie z.B. der Abgabetermin einer wissenschaftlichen Arbeit oder Prüfungstermine. Die Liste ist immer mal wieder zu überarbeiten, es könnte sich etwas an der Terminierung geändert haben. Dieser Dimension ist auch die langfristige Entwicklung der Kompetenzen zuzuordnen, d.h. die Optimierung der eigenen Stärken und die Minimierung der Schwächen. Einige B-Aufgaben können sich gut frühzeitig delegieren lassen, wie z.B. die Korrektur einer Bachelor-Arbeit durch einen Rechtschreibexperten. Die Auswahl und Ansprache der Experten kann schon lange im Voraus einplant und durchgeführt werden.

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C-Aufgaben

Sie sind weniger zentral, dafür eilig zu bearbeiten. Unter diese Dimension fallen Aufgaben, die nebenbei laufen – so genannte Support-Tätigkeiten (z.B. saubermachen, spülen). Ein Beispiel: Eine Rückgabe eines ausgeliehenen Buches nach Ablauf der Leihfrist ist zwar dringend, aber wenig wichtig. Es sei denn, man ist nicht bereit, die Mahngebühren der Bibliothek zu bezahlen. Viele der C-Aufgaben müssen nicht vom Studierenden selbst erledigt werden, sondern lassen sich gut delegieren und mit bestehenden Aufgaben von anderen Personen verbinden.

Der Text stammt aus dem neuen Buch von Professor Voss:

Zeit ist knapp. Das ist Studierenden im Bachelor-Studium nur allzu bewusst. Besonders zu Beginn des Studiums ist es deswegen durchaus knifflig, das Lernen und Leben unter einen Hut zu bekommen. Dieser Ratgeber zeigt Methoden auf, die dabei helfen. Dazu zählen das Zeitmanagement sowie Lese-, Lern- und Ordnungstechniken. Darüber hinaus verrät das Buch auch, wie Studierende ihre Ernährung sinnvoll gestalten können und welche Rolle das Social Media beim Selbstmarketing spielen kann.

Artikelbild © Gerd Altmann  / pixelio.de

Über den Autor

Jürgen Schechler Dr. Jürgen Schechler ist Programmleiter Wirtschaftswissenschaften. Er leitet das Redaktionsbüro von UVK Lucius in München für die UVK Verlagsgesellschaft mbH.

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