Sozialstandards für Arbeitnehmer

Was steckt hinter Social Accounting (SA) 8000?

SA8000 ist ein internationaler Standard mit dem Ziel, Arbeitsbedingungen von Arbeitnehmern zu verbessern. Ins Leben gerufen von der NGO Social Accountability International (SAI) dient er vor allem transnationalen Unternehmen als Mindestanforderung an Sozial- und Arbeitsstandards und ergänzt damit Managementsysteme wie ISO 9000 oder 14000.

Für die Zertifizierung melden sich Unternehmen selbständig bei der SAI an. Im Gegensatz zu nationalen Gesetzen und Verordnungen beruht sie auf der freiwilligen Entscheidung der Unternehmen. Die Grundlage sind Konventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) und der Vereinten Nationen. Am stärksten verbreitet ist die Norm im Bereich der Bekleidungs- und Textilindustrie. Um das Zertifikat zu erhalten muss ein Unternehmen folgende Anforderungen erfüllen:

Reich sein macht Spaß
– keine Kinderarbeit
– keine Zwangsarbeit
– keine Diskriminierung
– keine physischen oder psychischen Bestrafungen
– Beschränkungen der Arbeitszeit
– ein nicht zu niedriges Lohnniveau
– Mindeststandards im Bereich Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit
– Gewerkschaften erlauben
– weitere Anforderungen an das Management

Dieser Text stammt aus dem Buch Nachhaltigkeit von Iris Pufé – erscheint in Kürze bei UTB: 14,99 € (D), 1. Auflage, 260 Seiten, ISBN 978-3-8252-3667-0

Artikelbild: © Karl-Heinz Laube  / pixelio.de

Über den Autor

Jürgen Schechler Dr. Jürgen Schechler ist Programmleiter Wirtschaftswissenschaften. Er leitet das Redaktionsbüro von UVK Lucius in München für die UVK Verlagsgesellschaft mbH.

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