Solange Papier da ist, wird gedruckt!

Solange Papier da ist, wird gedruckt! Dies scheint im Augenblick das Motto der Zentralbanken zu sein. Zugegeben es ist eine etwas böse Unterstellung. Denn angesichts der bestehenden Probleme, welche durch die weltweite Finanzkrise ausgelöst wurden, erscheint die Aufgabe eines Notenbankchefs derzeit eher der eines Feuerwehrmanns gleich zu kommen. Dennoch müssen wir neue Lösungen finden. Ein permanent weitere wachsender Papiergeldberg bringt uns nicht aus der Gefahrenzone. Er verlagert diese lediglich.

Der alte Lehrsatz: „Wahre Werte werden nur in der Produktion geschaffen“ erscheint hier so aktuell wie noch nie. Nur wenn wir die Wirtschaft ankurbeln und reale Produktions- und Wertschöpfungsketten aufbauen besteht die Möglichkeit das Überschüssige Kapital wieder aus dem Markt zu ziehen. Denn zu viel Kapital, welches zudem noch nichts kostet, verursacht Fehlanreize und Fehlinvestitionen, welche sich schnell rächen werden. Wie die Entwicklung der Zinssituation im Verhältnis zur Geldmenge ausschaut, entnehmen Sie der nebenstehenden Grafik (Quelle: Thomson Reuters).

Die konkrete Frage für Investoren und deren Betreuer darf folglich in den kommenden Jahren nicht lauten, mit was kann ich Geld verdienen, sondern: Wie erhalten ich REAL mein Kapital. Wie erhalte und übertrage ich es auf die nachfolgenden Generationen? Wie kann ich meine Familie und mich vor den Auswirkungen der aktuell bestehenden Problemen schützen?

Komplexe Fragen, welche nicht einfach zu beantworten sind.
Lesen Sie mehr dazu in meinem neuen Buch: Die Gier nach Gold

Artikelbild © Lupo  / pixelio.de

Quelle Grafik: Thomson Reuters

 

 

Über den Autor

Michael Bloss Michael Bloss ist Direktor der Commerzbank AG und des Europäischen Instituts für Financial Engineering und Derivateforschung (EIFD). Er lehrt an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen und an der Vancouver Island University, BC.

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