Bloggen hilft im Studium – und danach

Es gibt sie, die begeisterten und überzeugten Blogger unter den Wirtschaftsstudenten. Sie bloggen zu aktuellen wirtschaftspolitischen Fragestellungen, Projekten in Unternehmen, Events an ihren Hochschulen, aber auch über persönliche Erfahrungen während eines Auslandsaufenthalts. Sie haben ihren Blog eingerichtet – entweder unter ihrem eigenen Namen, einem ökonomischen Thema oder gar einfallsreichen Fantasienamen.

Sie tun sich etwas Gutes für sich selbst. Warum? Sie schreiben, sie schreiben spontan, sie bringen ein Thema auf den Punkt, sie strukturieren ein Thema gedanklich neu. Warum lohnt sich dieser Aufwand? Es ist eine methodische Übung; die Investition bietet dauerhaften Return: Nicht nur bei schnellen Mitschrieben im Vorlesungssaal oder Hausarbeiten, auch bei eigenen Zusammenfassungen vor der Prüfung, dem Austausch mit Kommilitonen zur aktuell zu bearbeitenden Fallstudie und der Beantwortung offener Fragen in einer Prüfung wird der Student sicherer, schneller, effizienter und präziser in seiner Ausdrucksweise.

Aber auch über das Studium hinweg – im Berufsleben oder im Praktikum – wird das Verfassen eines Kundenbriefes, eines Memos , eines Tagungsprotokolls oder eines Vierteljahresberichts einfach einfacher. Ein potenzieller Arbeitgeber weiß die erlangten Kompetenzen eines Bloggers deshalb sehr zu schätzen.

Nun will nach dem lesen dieses Blogbeitrags der ein oder andere Student sich an einem Blog versuchen – vielleicht sogar zum ersten Mal. Aber deshalb einen eigenen Blog konzipieren, gestalten und freischalten? Nun, das ist nicht notwendig, denn es gibt für Wirtschaftswissenschaftsstudenten eine Heimat für einzelne Blogbeiträge: I study WiWi hat unter istudywiwi.de ein Blognetzwerk von und für Wirtschaftsstudenten gestartet und ist offen für studentische Blogger.

Über den Autor

Jürgen Schechler Dr. Jürgen Schechler ist Programmleiter Wirtschaftswissenschaften. Er leitet das Redaktionsbüro von UVK Lucius in München für die UVK Verlagsgesellschaft mbH.

Be Sociable, Share!

Ein Gedanke zu „Bloggen hilft im Studium – und danach

  1. Sinnvoll kann das sein. Aber nur wenn die Berichte objektiv sind. Wer hingegen seine eigenen Gedanken einbringt, kann das bei der späteren Berufswahl zu spüren bekommen. Kritik ist deshalb immer mit Vorsicht zu sehen. Viele Arbeitgeber prüfen nicht nur Facebook und Twitter, sondern auch die Bloglandschaft. Und zu schreibfreudige Bewerber können leicht das Nachsehen haben.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.