Goldpreis – Alles Spekulation?

Bereits seit Jahren haben Stimmen von einem überteuerten Goldpreis gewarnt. Von einer Goldpreisblase war da zu lesen und von Anlegern, die nicht wissen, was sie tun. Dennoch stieg der Goldpreis weiter. Von einer Blase ist nichts in Sicht. Warum ist dies so?

Der Goldpreis ist nicht einfach irgend ein Rohstoffpreis, wie dies bei Öl oder auch bei Silber der Fall ist. Gold ist eine eigene Währung, Gradmesser für die Wirtschaft und auch für die politische Lage der Welt. Dabei sind einzelne Volkswirtschaften nicht maßgeblich, sondern die Verfassung der Weltkonjunktur. Mit dem Abzeichnen der Subprime-Krise und der sich anschließenden Finanzkrisen, welche in der derzeitigen Staatsschuldenkrise eingemündet ist (obwohl man dies unabhängig voneinander betrachten muss), ist der Goldpreis deutlich angestiegen. Der Grund hierfür ist, dass Gold das einzige haptische Wertaufbewahrungsmittel der Welt ist, welches eine Fungibilität besitzt. Selbstverständlich können auch Aktien übertragen werden, diese zahlen als Firmenbeteiligung auch zu den Sachwerten, dennoch „atmen“ diese Werte stärker. Die Volatilität ist somit deutlich stärker als bei Gold.

Gold ist seit über 2000 Jahren das Anlageinstrument für Familienvermögen. Zwar nicht das einzige, denn auch der Goldpreis schwankt, dennoch ein auf jeden Fall nicht zu vernachlässigenswertes Mittel.

Sind keine Spekulanten im Goldmarkt?

Doch, wie in jedem Markt gibt es hier auch Spekulanten. Diese sind für den Markt und die Preistransparenz unabdingbar und absolut wichtig. Doch die Spekulation hält sich in Grenzen. Wie man der nebenstehenden Grafik (Quelle: Thomson Reuters) entnehmen kann, verändern sich die Spekulationspositionen ebenfalls und sind bei weitem nicht so umfangreich, wie viele dies annehmen würden.

 

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Bernhard Jünemann (DAF) spricht mit Michael Bloss (Autor von Die Gier nach Gold) über den Goldpreis

Artikelbild: Jürgen Treiber  / pixelio.de
Video-Interview: DAF

Über den Autor

Michael Bloss Michael Bloss ist Direktor der Commerzbank AG und des Europäischen Instituts für Financial Engineering und Derivateforschung (EIFD). Er lehrt an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen und an der Vancouver Island University, BC.

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