2013 – Ein Jahresvorausblick

Das Jahr kennt seinen letzten Tag… Du kennst Deinen nicht!“ Lesen wir in einem berühmten Gedicht von Erich Kästner. Doch so weit wollen wir es nun auch nicht kommen lassen. Normalerweise ist nun die Zeit für einen Jahresrückblick gekommen. Doch was geschehen ist, kennen die meisten Menschen ja eh schon. Daher wagen wir es. Zugegeben ist dies mit einem Jahresvorausblick deutlich schwieriger. Irrtum in allen Zügen inbegriffen.

Was erwartet uns in 2013?

  • Gleich zu Beginn des neuen Jahres 2013 wird Irland die EU-Ratspräsidentschaft übernehmen. Damit verantwortet eines der kleinsten Länder den Vorsitz in Europa.
  • Auf bundesdeutscher Ebene wird im Januar in Niedersachsen gewählt. Man geht von einer Richtungswahl aus, da im Herbst (September) Bundestagswahlen anstehen.
  • Doch bevor dies soweit ist, wird im Juli Koratien der EU beitreten.
  • Die Euro-Schuldenkrise und die angespannte Haushaltssituation in Griechenland, Spanien und Italien werden im Jahr 2013 auch weiterhin auf unserer Tagesordnung stehen. Dabei wird man versuchen diese nun endlich über eine Restrukturierung und hoffentlich über das einführen von neuen Businessmodellen (vor allem für Griechenland) zu beseitigen.
  • Europa wird im Jahr 2013 mit den Folgen der wirtschaftlichen Abkühlung und der Rezession zu kämpfen haben. Dabei können wir nur hoffen, dass es Deutschland nicht zu deutlich betrifft.
  • Die Inflation in 2013 wird tendenziell ansteigen, die Zinsen nicht. Die EZB wird weiterhin versuchen die Zinsen so niedrig wie möglich zu halten und ggf. sogar nochmals senken. Dabei ist das Inflationsziel eher untergeordnet und die Bewältigung der Krisenauswirkungen ist im Vordergrund.
  • In den USA wird man sich nach der erneuten Amtseinsetzung von Präsident Obama mit dem Fiscal Cliff auseinandersetzen müssen. Es ist anzunehmen, dass es hier erst in letzter Sekunde zu einer Einigung der Verhandlungspartner kommen wird.

Was wird das Jahr noch bringen? Lassen wir uns überraschen! In 365 Tagen passiert viel, was keiner vorhersagen kann. Es gehört als Spannungsfaktor zum Leben.

Wie wird der Goldpreis sich bewegen?

Um hier eine seriöse Aussage zu treffen muss man viele Faktoren beachten. Es ist jedoch nach augenscheinlicher Wahrscheinlichkeit davon auszugehen, dass der Preis für das ewige Metall stabil bzw. teuerer werden wird als wir den aktuellen Goldpreis sehen. Doch Gold ist mehr als der Preis, für den wir es handeln können. Lesen Sie mehr über Gold in meinem neuen Buch: Die Gier nach Gold

Quellen: Artikelbild: S. Hofschlaeger  / pixelio.de; Interview: BSTV

Über den Autor

Michael Bloss Michael Bloss ist Direktor der Commerzbank AG und des Europäischen Instituts für Financial Engineering und Derivateforschung (EIFD). Er lehrt an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen und an der Vancouver Island University, BC.

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