Indien setzt auf Gold

598684_original_R_B_by_CIS_pixelio.deDie indischen Goldimporte sind in der vergangenen Woche, nach Angaben des Wall Street Journals, um das Fünffache angewachsen. Grund dafür sind die drohende Gold-Import-Steuer und der derzeit günstige Goldpreis.

Indien zählt seit jeher zu den großen Gold-Importeuren. Die Gründe hierfür sind vielschichtig. Einer davon ist in der Religion und Sozialisierung (Hochzeitzeremonie etc.) zu finden. Nach Angaben von Prithviraj Kothari, Managing Director von Ridhi Sidhi Bullion Ltd. (vgl. Wall Street Journal; Goldreporter.de) haben Händler in der vergangenen Woche ca. 25 bis 30 Tonnen Gold importiert. Im Vergleichszeitraum zuvor waren dies nur fünf bis sieben Tonnen gewesen. Hauptgrund hierfür ist die Annahme, dass sich die indische Goldimportsteuer anheben wird. Gut unterrichtete Kreise gehen von einem Anheben der Steuer von derzeit vier Prozent auf sechs Prozent aus. Ein weiterer Grund für den Importanstieg ist wohl auch der derzeit in Relation zu sehende günstige Preis bei Gold.

Die meisten Analysten sehen hier auf Sicht von zwölf Monaten einen deutlich höheren Goldpreis. Auch wird die Nachfrage nach dem „göttlichen Metall“ in den kommenden Wochen wieder anziehen. Dies sollte den Preis ebenfalls weiter steigen lassen. Die Chinesen begehen Anfang Februar ihr Neujahrsfest, welches traditionell einen wertsteigernden Einfluss auf den Goldpreis hat.

Erfahren Sie mehr zu den Aussichten bei Gold im angehängten N24 Interview. Hier spricht Dietmar Deffner mit Michael Bloss über den Goldpreis und die Entwicklung des Marktes in den kommenden Wochen und Monaten.

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Quellen:
Artikelbild: CIS  / pixelio.de;  Interview: N24
Artikelquellen: The Wall Street Journal; Goldreporter.de

Über den Autor

Michael Bloss Michael Bloss ist Direktor der Commerzbank AG und des Europäischen Instituts für Financial Engineering und Derivateforschung (EIFD). Er lehrt an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen und an der Vancouver Island University, BC.

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