China – Wankt das Reich der Mitte?

1Spekulationen und wage Berichte über den chinesischen Interbankenmarkt schrecken in diesen Tagen die Investoren weltweit auf. Chinas Banken haben ein Liquiditätsproblem und müssen teilweise für Overnight-Kredite bis zu 25% bezahlten. Dies kann ruinöse Folgen haben und Auswirkungen von globalem Ausmaß. 

Chinas Banken waren schon immer mehr als undurchsichtig. Doch was wir in den vergangenen Tagen alles mitbekommen, wollen wir lieber auch gar nicht wissen. Denn es zeichnet sich eine massive Liquiditätskrise am chinesischen Interbankenmarkt ab. Erinnerungen an die Zeit kurz nach Lehman Broth. kommen wieder hoch.

Reich sein macht Spaß
Was die Situation in China so komplex und vielschichtig macht, ist, dass wir keinerlei konkreten Einblick haben. Wir wissen noch nicht einmal, ob China in den vergangenen Jahren wirklich und wahrhaftig die veröffentlichten Zahlen erwirtschaftet hat. Was wir jedoch wissen, ist, dass China ein sehr großes Schattenbankensystem neben dem offiziellen besitzt. China gibt mehr Mythen auf, als es gesicherte Antworten zeigt. Klar ist jedoch, es ist dort nicht alles wie es auf den ersten Blick hin scheint. Zumindest kann man dies derzeit so annehmen.

Die Frage ist nun, schwappt die chinesische Influenza über oder ist es ein isoliert zu betrachtendes Problem? Die nächsten Wochen werden hier Klarheit schaffen.

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Quellen: Artikelbild: Evelyne Hett  / pixelio.de

Über den Autor

Michael Bloss Michael Bloss ist Direktor der Commerzbank AG und des Europäischen Instituts für Financial Engineering und Derivateforschung (EIFD). Er lehrt an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt, Nürtingen-Geislingen und an der Vancouver Island University, BC.

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